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Wanderwoche auf der Hersbrucker Alb

von Nobbi Dietrich, 10.07.2015

Die Fränkische Schweiz  wird geteilt durch die Autobahn Nürnberg-Berlin,in ein Geschwister Paar. Das Wiesenttal ist die Lebensader der "Fränkischen", das Tal der Pegnitz prägt die Landschaft der Hersbrucker Alb im Nürnberger Land. Tatsächlich ist die Landschaft mit Flora und Fauna, den Felsformationen und Kletterparadien, den Landschaftblicken mit Burgen und Höhlen ohne Unterschiede, das ist gut und schön für uns Wandersleut, von der Gastfreundschaft und der "Landschaft auf'm Teller" ganz zu schweigen.

Wir - achtzehn Wanderfreunde der Bergischen Wanderer - nisteten uns für die Zeit vom 10.-17. Juni im Gasthof Schwarzer Adler in Hersbruck ein. Am Tag der Anreise war unser erstes Treffen aller Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen, um danach eine Stadtrundgang unter sachkundiger Führung von Frau Katja Ring erleben zu dürfen.

Eine über 1000 Jahre alte Stadt an der Goldenen Strasse zwischen Nürberg und Prag gelegen,mit schönen alten Stadtoren/Türmen,histhorischen Häusern aus der Zeit des Hopfenanbaus. Einem Schloss und einem Hirtenmuseum sowie schöner anderer Sehenswürdigkeiten.

Unsere erste Wanderung am anderen Morgen, gestärkt von einem ausserordentlichen reichhaltigem Frühstücksangebot und ausgeschlafen, liess uns noch ein letztesmal das Automobil benutzen, alle anderen Wanderungen machten wir mit Bahn und Bus,da Hersbruck auf jeder Seite der Pegnitz einen Bahnhof hat ,war das sehr ideal.

Die Felsenlandschaft am Höhenglückssteig mit dem Noris Törle und der Mittelbergwand, urigen Felsformationen dazu der Blick zur Staufferburg am Hohenstein, dieses Wandererlebnis verdanken wir Wolfgang Hermann vom Alpenverein Nürberg. der dort Wanderführer ist. Ein Hersbrucker, der schlesische Wurzeln wie Nobbi hat. Die Krönung war ganz sicher der Abstecher am Ende der Wanderung zu den Orchideen in der Nähe des Ortchens Lichtenegg. Abgerundet wird der Tag mit einem Volksmusikantenabend im Gasthaus Grüner Baum in Kiechensittenbach. Extra für die Gäste aus dem Rheinland treten zwei Albhornbläser, die gleichzeitig Spassmacher sind, auf. Ein schönes Programm, das uns als Chor der  Ü70 mit einer echten Kölnerin in unseren Reihen, mit einem Liedchen am Programm beteiligt. Der Applaus der anwesenden Franken war mehr als höflich,einfach himmlisch.

Die Felsenlandschaft der steinernen Stadt und der Maximiliansgrotte bei Neuhaus, das ist schon eine Wanderung wert. Am Morgen eines jeden Wandertages, ausgestattet mit einer Brotzeit im Rucksack und Sprudel oder einer Apfelschorle tippelt wir entweder zum Bahnhof oder es ging direkt am Adler in die Spur. So auch auf dem altbekannten Main-Donau-Weg über Kleedorf und Stöppbach zur Burg der Staufer am Hohenstein. HP Müller Nordic Walker u. Wanderer und vorallem mehr als nur ein profunder Kenner der deutschen Geschichte hat uns dann ausführlich über die Staufer und deren Geschichte mit seinen Erzählungen, oben auf der Burg gut zuhören lassen. Aus der Geschichte lernen und wandern macht hunrig.Nahe der Burg verführten einige die Windbeutel im XXL-Format  zur Energiezufuhr. Da es von nunan stetig bergab in Richtung Bahnhof  Rupprechtstegen gingen, war das alles gut zu ertragen.

Der Schienersatzbus liess uns Zeit für eine Rast nahe des Pegnitzufers. Oh welches Wunder, der  Wanderführer zauberte aus seinem Rucksack doch tatsächlich eine Flasche roten Wein, eine Plastikwasserflasche wurde mit einen Fahrtenmesser in zwei Hälfen geteilt und die Rotweingläser waren zur Hand. So ein Wanderführer ist stets für eine Überraschung gut.

Sonntags ging es ab in die Unterwelt: Die Felsenkeller von Lauf, gut 10 Meter unter dem normalen Straßenniveau wurden um 1600 angelegt. Herr Baldur Strobel von den Altstadt Feunden hat uns mit der sehr interessanten Geschichte dieser Keller fasziniert.. Kaiser Karl der IV hat Lauf im Jahr 1355 zur Stadt  erhoben, so gibt  es neben dem Wenzelschloss noch viele interessante Dinge in Lauf zu erkunden.

Wir wandern weiter Richtung Henfenfeld und verabschieden uns vorher von Peter, Marga, Ute, Christa und Michael, die uns gen Heimat  verlassen. Ihnen entgangen ist die Kirchweih in Ottensoos, die deftigen Kärwa Speisen und das leckere Kärwa Bier.

Am Schwarzen Adler gab es stets ein leckeres kühles Bierchen und anschließend eine kühle Dusche, so dass wir zum Abendessen frisch und munter wieder beisammen waren. Vom fränkischen Schäuferla bis zur Forelle oder Klos mit Soss wurde alles probiert, stes sehr lecker das Essen a la Card!!!!

Die letzten zwei Wanderungen kündigen das baldige Ende unserer Wanderzeit an.`Vom Adler zum Bahnhof und mit dem Ersatzbus nach Hohenstadt. Nobbi führt uns in das Dörflein Eschenbach, dort mündet der Hirschbach in die Pegnitz. Der Rastplatz auf der Mittelbergwand auf der Tour 1 verschaffte uns den tollen Blick ins Hirschbachtal. In Eschenbach da wollten die zwoa -Nobbi und Vroni-  einmal ein altes Häusla kaufen,gut das sie das nicht gemacht haben,das wäre teuer geworden, Stichwort Denkmal- und Bestandsschutz. Unsere Tour führt uns stetig bergan, vorbei an einem Naturschutzareal, das in weiser Voraussicht am Beginn des letzten Jahrhundert von einem vermögenden Fabrikanten angelegt wurde, heute erweitert ist und sich im Besitz des BUND befindet. Über die Hochfläche des Juras führten uns Rote Punkte durch Grossmeinfeld bis zu den Resten der Burg Hartenstein. Jetzt geht es hinab mit Grün Strich und Gelb Kreuz nach Velden im Tal der Pegnitz. Teilchen aus einer kleinen Bäckerei und Kaffee bei einer Pizzeria mit typisch italienischer Gastfreundschaft lässt uns vergessen, das hier Diaspora ist und alle die Wanderer bewirten könnten am Montag Ruhetag haben.

Die letzte Tour führt uns in die nahe liegende  Landschaft der Oberpfalz. Mit der S-Bahn nach Hartmannshof, wo in einem grossen Steinbruch Rohstoffe für das Bauwesen aus den Jurafelsen gebrochen werden. Ein liebliches Bachtal führt uns sanft ansteigend nach Guntersrieth. Über Waizenfeld, Mittelburg und Stallbaum tippeln wir in Richtung unseres Endziels Pommelbrunn. Das unterwegs angesteuerte Oberpfälzer Gasthaus hatte leider geschlossen.Die Wirtsleut sind auf Urlaub in Amerika, so die Botschaft eines Dorfbewohners. In Pommelbrunn hatten wir ein schönes Ende unserer Wanderung. Was dort genau los gewesen ist, können ja  diejenigen erzählen, die in Franken dabei waren.

Letztes Abendessen im Schwarzen Adler, eine letzte Hopfentropf Runde, ein Eintrag ins Gästebuch und schade,das es schon zu Ende ist! Jeder erhällt zum Abschied von der Familie Klos ein kleine Buddel Hopfentropf. Im Gästebuch steht: SO WOS SCHÜINS MOU MA SOUCHA

 

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Die Bilder wurden uns von unseren Wanderfreunden

Klaus Haine, Norbert Dietrich, Uwe Welding und
Wolfgang Hermann (Alpenverein, Sektion Nürnberg)

zur Verfügung gestellt

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