SGV Bergisch Gladbach

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                          DIE TRADITION LEBT!

    ERST WANDERN DANN GLÜHWEIN GENIESSEN

 

                                von  Nobbi Dietrich, 24. Jan. 2017


Ein schöner kalter Wintertag ist die beste Voraussetzung für diese traditionelle Wanderung unserer Mitglieder und einiger Gäste. Wir beginnen die Wanderung am Kreishaus. Am Ortseingang von Lückerath gehen wir rechts in den Wald bis zum Hochregallager der Firma Krüger. Krüger ein wichtiger Arbeitgeber unserer Heimatstadt Bergisch Gladbach, inzwischen ein multinationales Unternehmen mit mehr als 4300 Mitarbeitern weltweit, einer Produktpalette, die Pharmazeutische Produkte, Kaffee, Schokoladen, Süßigkeiten, Instantware und Milchprodukte umfasst. Der Jahresumsatz liegt mittlerweile bei mehr als 1,6 Milliarden Euro. Dank modernster Schlüsseltechnologien und eines weltweiten Vertriebsnetzes ist die Chance für den Standort Bergisch Gladbach was die Zukunft der Arbeit betrifft sicher gut. Dieses alles erfahren wir vor dem imposanten Bau des 130 m langen und 30 m hohen Hochregallagers, 900 Paletten können hier stündlich in 14 Gassen mit einer gesamt Lagerkapazität von 46.000 Paletten vollautomatisch bewegt werden. Eine konstante Raumtemperatur ist gewährleistet. Täglich verlassen ca. 300 Tonnen Ware das Firmengelände.

Wir setzen unsere Wanderung fort. Vorbei an der Eissporthalle umrunden wir den Bensberger See, die Bewohner der Umgebung nennen diesen Ort nur die Saaler Mühle. Wo das Wasser des Sees wieder abfließt war einst der Saaler Hof. Die Gegend war waldreich und landwirtschaftliches Nutzland. Heute ist es ein Naherholungsgebiet sowie wegen des MEDITERANAs, ein Wellness- und Saunatempel, zu dem die Gäste bis aus dem Ruhrgebiet, dem oberbergischen Land und sogar aus Holland kommen. Noch einmal unter dem alten Bahndamm hindurch und wir sind auf dem Lückerather Anger. Entstanden während der Errichtung des Hochregallagers der Firma Krüger als eine ökologische Ausgleichsmassnahme. Hier sind Obstbäume angepflanzt und zweimal im Jahr pflegt eine kleinere Schafsherde das Gras!!!

Durch Oberlückerath vorbei an alten Häuschen aus der Zeit als in Bensberg und Umgebung Bergbau betrieben wurde. Hier lebten Bergarbeiterfamilien, deren Männern in den Erzgruben ihr tägliches Brot verdienten. In der alten Gaststätte Kaisersch Baach rasteten einst die Fuhrwerke, bevor die Höhen nach Bensberg und Moitzfeld genommen wurden. Kutscher und Pferd erholten sich dort, wobei der Kutscher sich am Bier erfreute und die Päd am Wasser und dem Hafersack. Um den Name Kaisersch Baach rangt sich auch eine Legende. Im Jahre 1906 besuchte seine Majestät Kaiser Wilhelm der Zweite die Kadettenanstalt im neuen Schloss in Bensberg. Dabei soll er auch an der Gaststätte vorbei gekommen sein. So hat der Kaiser seinen Namen auch für dieses Gasthaus hergegeben. Ob dies eine Legende oder die Wahrheit ist, wer weiß.  

Unser Weg führt jetzt in Richtung des französischen Friedhofes. Hier sind ganz in der Nähe mehr als 3000 junge Soldaten aus der Napoleonischen Zeit beigesetzt worden, in der Schloss Bensberg ab 1812 ein Lazarett war. Benachbart ist der Kaiserliche Friedhof, auf dem Soldaten der kaiserlichen österreichischen Truppen ruhen, die ab 1793 im Schloss Bensberg ärztlich versorgt wurden.

An der nun auftauchenden Schutzhütte zaubert der Wanderführer zwei Flaschen Herrmännchen mit den notwendigen Trinkbecherlein aus seinem Rucksack. Herrmänchen ist eine bergische Spezialität aus Quittenfrüchten vom Hoffer Hof oberhalb von Hoffnungsthal, ein Likörchen das so recht zu einer Wanderung passt. Die Flaschen sind leer und es geht weiter zum geographischen Mittelpunkt unserer Heimatstadt Bergisch Gladbach, etwa 200 Meter entfernt sind links oben im Wald, Grabungsstellen des Rheinischen Landesmuseums  wo Römische Ziegelherstellung nachweisbar ist, heute sind die Grabungsstellen fast zugeschüttet, jedoch mit etwas Glück und Ausdauer ist so manches Fragmentstück eines römischen Ziegels zu finden.

Plötzlich sehen wir Kaltenbroich vor uns auftauchen. Eingebettet in eine schöne bergische Winterlandschaft, sogar einen Iglu sieht man hier! Die Pütz links am Wege diente bis 1953/54 als Wasserversorgung für den Weiler Kaltenbroich und war natürlich bei den Frauen beliebt wegen der vielen Neuigkeiten, die es hier zu erfahren gab. Gegenüber der Hausnummer 27 nun einige Treppenstufen abwärts, dem Geruch von Holzfeuer und Glühweinduft folgend sind wir am Ziel.

Glühwein, Schmalzbrote und Butterplatz - später eine gute Tasse Kaffee, handgefiltert und heiß, für ganz Durstige ein Glas Wasser. Die urige Atmosphäre des Raumes und die angenehme Wärme tragen ebenso zur geselligen Stimmung bei wie die netten Wanderer.

Der Dank an Vroni Dietrich und Dieter Gerlach für Organisation und Bedienung ist mit viel Beifall begleitet. Gedankt wird auch dem Wanderführer.

Euer Nobbi

  

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Die Bilder wurden uns von unseren Wanderfreunden

Nobbi Dietrich und Wolfgang Krüger

zur Verfügung gestellt

 


 

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