18.05.2016

Exkursion zur Urdenbacher Kämpe

Vor unserer Haustür - Ein Naturerlebnis der besonderen Art! Eindrücke einer Wanderung durch die Urdenbacher Kämpe

Die Urdenbacher Kämpe, ganz nah am Rhein zwischen Düsseldorf und Monheim gelegen, ist eine Altrhein-Naturlandschaft voller Überraschungen ganz in der Nähe des Ballungsraumes unserer Landeshauptstadt. Ein Naturschutz-Gebiet für das die Europäische Flora und Fauna Habitat Richtlinie (FFH), beschlossen durch den Europäische Rat im Jahr 1992 zur Erhaltung natürlicher Lebensräume sowie wildlebender Tiere und Pflanzen, sowie die Vogelschutzrichtlinien gelten.

Alle Naturschutzgebiete in Deutschland zusammen umfassen 9,3 % unserer Landfläche. Wir sehen aber auch, dass sich unsere Kultur- und Wanderlandschaft immer schneller verändert. Auf Ackerland werden Energiepflanzen angebaut mit den fatalen Folgen, die längst bekannt sind. Ein schon lange überfälliges Umsteuern in der Landwirtschaftspolitik findet nicht statt, der Landverbrauch streitet voran und anderes mehr zeigen wie wichtig der Schutz unseres Lebensraumes für uns alle ist. Es gibt in Deutschland insgesamt 48.000 Tierarten, 9.500 Pflanzenarten und 14.000 Pilzarten. Davon ist rund ein Drittel in ihren Beständen gefährdet. Nur wenige Wanderfreunde nahmen an dieser ersten Exkursion teil, um Erfahrungen über die komplexen Zusammenhänge in der Natur und deren Umgebung kennen zu lernen.

Streuobstwiesen und deren Vielfalt für die Flora und Fauna, Wiesenpflanzen, die ihre Blütezeit der Mahd angepasst haben. Grünspechte, großer Buntspechte, Steinkauze, der Pirol und viele andere Vögel sind hier zuhause. Wir erfreuten uns am Ruf des Kuckucks, was für seine Wirtvögel weniger zutrifft. Die Wasserlandschaft gibt den Schwänen, Graureihern, Blesshühnern und dem Eisvogel einen guten und geschützten Lebensraum. Enten und Gänse brüten hier. Die Wasserlandschaft wird jetzt bereits als Laich-sektor von vieler Rheinfische angenommen. Der Kammmolch und besondere Libellenarten fühlen sich ebenfalls wohl in der Kämpe. Wer hier wandert, dem wird bewusst in welchem Tempo sich die Natur verändert. Die Veränderung des Lebensraumes Erde ist immanent. Gerade weil dies so ist, müssen wir Wanderer unsere Stimme lauter werden lassen, denn unsere Erholungs- und Wanderräume sind mehr als nur in Gefahr. Eine Besonderheit bietet die Biologische Station Haus Bürgel den Wanderern. Das einstige Römerkastell liegt nur einige 100 Meter vom Rhein entfernt, regelmäßige Überflutungen durch Hochwasser sind Realität. Neben dem kleinen Museum und glücklichen Hühnern, die aus der Hand des Wanderers fressen, ist besonders der modellhafte Kräutergarten ein Anziehungspunkt. Kräuter aus der Zeit vor den Römern, aus der Römerzeit, aus der Zeit nach den Römern und der heutigen Zeit bieten interessante Einblicke in die Zutaten der Küchen vergangener Zeiten. Mangold, Pastinak, Fenchel, Saathafer, Rübstiel, Senf, Emmer und der Dost, auch wilder Majoran oder Oregano genannt, werden ab der Eisenzeit angebaut und zubereitet. Alte Rezepte unter dem Titel und den Stichwörtern „Bunne Stielmus Schözeneere“ machen Appetit auf ein Wiedersehen mit der Kämpe.

Norbert Dietrich

Wanderfreunde Bergisches Land e.V.
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02207 - 706897
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