01.05.2018

Impressionen der Vulkanlandschaft

von Irmgard Schaar und Ingrid Sienz

Am Wanderparkplatz Bergwege in Andernach-Kell, an der Landstraße K57 begann unsere 13 km lange Wanderung. Bei herrlichem Sonnenschein gingen 20 Wanderfreunde auf einem kleinen Feldweg an herrlich leuchtenden Rapsfelder vorbei. Wir erreichen alsbald zahlreiche, knorrig blühende Streuobstwiesen, auf denen Schafe grasten.

Unser Weg ging nun hinab ins idyllische Kreyerbachtal zur Kreyermühle und weiter ins tief eingeschnittene Pönterbachtal. Von hier ging es nun steil bergauf, der Weg führte uns alsbald zum Aussichtspunkt „Schweppenburgblick“. Wir genießen dort den herrlichen Ausblick, bevor wir weiter zum Standort der „Schönen Aussicht“ gelangen. Von hier haben wir einen grandiosen Fernblick über die Landschaft und Burgbrohl. Wir hatten das Glück die Brohltalbahn, auch Vulkanexpress genannt, aus dem Tunnel kommen zu sehen. Von hier konnten wir schon die Trasshöhlen erblicken, die wir gleich durchlaufen. Entlang des Hermann-Löns-Pfads geht es dann steil abwärts, bis wir das mächtige Viadukt zu den mannshohen, begehbaren Trasshöhlen erreichen. Schon die Römer bauten im Brohltal Trass ab und verwendeten ihn unter anderem zum Hausbau, denn fein gemahlen ergibt es, unter Zugabe von Kalk und Wasser, einen Mörtel. Mächtige Trasswände und die Reste des Klosters Tönnisstein  lassen sich am Wegesrand entdecken, der Weg geht hier weiter in Richtung  Wolfsschlucht.

Am rechten Wegesrand sehen wir eine freigelegte Schieferplatte, die aus der Devonzeit stammt. Schiefer gehört zu den Sedimentgesteinen, die aus Ablagerungen in einem breiten Flachmeer entstanden sind. Die oberste Schicht ist etwa 13.000 Jahre und die unterste Schicht 350 Millionen Jahre alt.

Bevor wir die Wolfsschlucht erreichen, sehen wir am Wegesrand  - vielleicht durch Erosion oder durch starke Regenfälle ausgespült-  die Wurzeln einer mächtigen Buche, die auf der Böschungskante über uns in den wolkenlosen Himmel ragt. Ein echt gruseliger Anblick, vor dem wir unser Gruppenbild machten.

Nun erreichen wir den Dschungel der Wolfsschlucht, wo der Tönnisteiner Bach sich tief in das weiche Erdreich eingegraben hat. Am Ende der Schucht abermals ein Highlight, hier stürzt ein schmaler Wasserfall ca. fünf Meter über die Hangkante hinunter in den Bach.  Beeindruckend ist der Wechsel zwischen verträumten Bachtälern und wunderschönen Panoramablicken.

Weiter geht es am Wegrand leicht bergan zur Römerquelle, an der CO2- haltiges Wasser mit leichtem Schwefelgeruch sprudelt. Nach einer kleinen Rast geht es weiter in ein ruhiges Seitental, vorbei über einen ansteigenden Waldweg auf ein Hochplateau, das uns den imposanten “Siebengebirgsblick“ offenbart bis wir unseren Ausgangspunkt erreichen.

Zum Abschluss der Tour kehrten wir alle zufrieden, wie Irmgard und ich es meinen, in der Vulkan Brauerei im nahegelegenen Mendig ein. Wir wurden dort mit leckeren Speisen und Getränken verwöhnt.

Wir freuen uns auf weitere schöne und interessante Wanderungen mit Euch.

Wanderfreunde Bergisches Land e.V.
Hans Weber
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